Wednesday, April 4, 2012

The joys of Spring - Fruehlingsfreuden

So why do you worry about clothing? Consider the lilies of the field, how they grow: they neither toil nor spin; and yet I say to you that even Solomon in all his glory was not arrayed like one of these. Now if God so clothes the grass of the field, which today is, and tomorrow is thrown into the oven, will He not much more clothe you, O you of little faith?
Matthew 6:28-30

Weshalb macht ihr euch so viele Sorgen um eure Kleidung? Seht euch an, wie die Lilien auf den Wiesen blühen! Sie können weder spinnen noch weben. Ich sage euch, selbst König Salomo war in seiner ganzen Herrlichkeit nicht so prächtig gekleidet wie eine dieser Blumen. Wenn Gott sogar das Gras so schön wachsen lässt, das heute auf der Wiese grünt, morgen aber schon verbrannt wird, wie könnte er euch dann vergessen? Vertraut ihr Gott so wenig? 
Matt. 6, 28-30


Tuesday, April 3, 2012

Fresh fish - Frischer Fisch

The LORD gives wisdom; 
from his mouth come knowledge and understanding. 
Prov 2:6

It doesn't happen often that we are given fish that was self caught. Exactly this happened twice within just a few days! Thank you, thank you!
When a friend came by this weekend and brought some fresh trout that he caught in an Appalachian mountain stream we took it for a sign and cooked it for dinner. You can't eat it any fresher than that - yum!
Before the culinary experience, though, Miriam and Eliane had another type of experience: Touching, handling, and studying the slimy, slippery fish. They enjoyed that and asked for more time (as I was ready to marinade them).
Eliane's first question was: Are they dead?
And when they arrived hot from the grill: Now they are really dead! :)

Denn der HERR gibt Weisheit, 
und aus seinem Munde kommt Erkenntnis und Verstand.
Sprueche 2, 6

Es passiert nicht oft, dass wir selbstgeangelten Fisch geschenkt bekommen. Und genau das ist sogar zweimal innerhalb von ein paar Tagen passiert! Danke, danke!
Als dann ein Freund dieses Wochenende vorbeikam und uns frische Forellen brachte, die er in einem Bergbach in den Appalachen geangelt hatte, nahmen wir das zum Anlass und kochten sie sogleich zum Abendessen. Frischer geht es nicht - lecker!
Was fuer eine Gelegenheit, sich ueber 'Fischers Fritze fischt frische Fische' die Zunge zu zerbechen!

Doch bevor das kulinarische Erlebnis begann, hatten Miriam und Eliane ein Anschauungserlebnis: sie durften die glitischigen, schluepfrigen Forellen anfassen, halten und eingehend anschauen und untersuchen. Das hat ihnen solchen Eindruck gemacht, dass sie sich mehr Zeit dafuer erbaten, (da ich dabei war sie zu marinieren).
Elianes erste Frage war: Are they dead? - Sind die tot?
Und als sie heiss vom Rost kamen: Now they are really dead! - Jetzt sind sie richtig tot.  :)


Saturday, March 17, 2012

Time for new pictures - Es wird Zeit fuer neue Bilder



































Happy are those who trust in the Lord, who rely on the Lord.
They will be like trees planted by the streams, whose roots reach down to the water.
They won’t fear drought when it comes; their leaves will remain green. 

They won’t be stressed in the time of drought or fail to bear fruit. 
Jer 17:7-8

Weather changes
The calendar says it is still Winter. A look out the window tells me Spring is here! But after a few steps outside I realize it is Summer that is upon us!
As much as I love Spring with all the wonderful smells, blooms, and chirps it brings I wasn't quite done with the cool season. For once, we haven't seen any snow this Winter. This year we didn't stalk it into the mountains. It seems as if there were only a few nights  that we turned our wood stove on. Sure, we wore our winter coats and boots and wrapped ourselves in warm scarves and mittens. Yes, we did have frost at night and a few cold snaps, and windy days on the lake shore. But when all of that came to an end in February I wouldn't have thought that Winter had used up of its last powers.
And now all the colors of crocuses, forsythia, tulips, cherry, red bud, and dogwood trees, and azaleas announce that Spring is here to stay. Miriam and Eliane love getting their shorts and skirts out, foregoing socks, and riding their bikes up and down the street.
The big hit is our new tire swing. Miriam had wanted one for a while. She had asked throughout the neighborhood and written letters to friends and family whether anybody would have an old tire sitting in the garage. And so it was her personal victory when our neighbor Bob found one for her and Papa hung it into a tree in the front yard.


Doch Segen soll ueber jeden kommen, der allein auf mich, den Herrn sein Vertrauen setzt! Er ist wie ein Baum, der am Wasser steht und seine Wurzeln zum Bach hin ausstreckt. Er fuerchtet nicht die gluehende Hitze; sein Laub bleibt gruen und frisch. Selbst wenn der Regen ausbleibt, leidet er keine Not. Nie hoert er auf, Frucht zu tragen.
Jer 17:7-8

Winter ade!
Der Kalender sagt, es ist noch Winter. Ein Blick aus dem Fenster sagt mir, dass der Fruehling begonnen hat. Doch nach ein paar Schritten draussen merke ich, dass stattdessen der Sommer da ist!
So sehr ich das Fruehjahr mit seinem wunderbaren Geruch, all den bunten Blueten und dem Vogelgezwitscher liebe, muss ich dieses Jahr zugeben, dass ich noch nicht ganz fertig war mit der kuehlen Jahreszeit. Schliesslich hat uns dieser Winter noch nicht einmal Schnee gebracht. Und dieses Jahr sind wir ihm nicht in die Berge hinterher gefahren. Es scheint, als haetten wir nur wenige Abende ein Feuer im Kaminofen entzuendet. Natuerlich haben wir unsere Winterjacken und -stiefel getragen und uns in warme Schals und Handschuhe gehuellt. Doch, doch, Frostnaechte hatten wir schon und ein paar Kaelteeinbrueche auch, und windige Tage am Seeufer. Aber als all das im Februar zu Ende ging, haette ich doch nicht gedacht, dass der Winter sich damit schon ausgepustet hatte.
Und nun zeigen uns all die Farben von Krokussen, Forsythia, Tulpen, Azaleen, Kirschbaeumen und anderen Baumblueten, dass der Fruehling mit aller Macht gekommen ist ... und bleibt. Miriam und Eliane freuen sich natuerlich, dass es wieder Zeit fuer kurze Hosen und Roecke ist und dass sie nun auch schon wieder auf Socken verzichten koennen und fahren mit Freuden ihre Raeder unsere Strasse auf und ab.
Das Neueste ist unsere Reifenschaukel. Miriam wollte schon eine ganze Weile eine haben. Sie hatte innerhalb unseres Viertels herumgefragt und Briefe an Freunde und Verwandte geschrieben, ob jemand einen alten Reifen in der Garage liegen haette. Und so war es ihr eine grosse Freude, als unser Nachbar Bob ihr einen besorgt hatte, und Papa ihn in einen Baum im Vordergarten haengte.




































Olevander
Six weeks past his Glenn surgery, sometime toward the end of January, Olevander's sternum had healed enough so we were allowed to hold him under his arms again. Miriam, by that time, was already counting the days and rejoicing that she was finally able to hold her little brother the way she wanted to.
With the shunt in his heart being gone we no longer have any contact restrictions for Olevander. So now we are able to go back to be our social selves and take Olevander out to anything that we go to.
We no longer have our home health nurse come for her weekly check ups. The girls always loved her visits and excitedly climbed all over her.
We no longer have to closely monitor his weight gain or his O2 saturation. We gladly returned the baby scale and the oximeter. When we look at our chubby, pink little boy squealing for exuberance we know that he is doing well!
Our cardiologist visits are now spaced out once every 3 months, and soon once every 6 months. Our visits to the pulmonologist have come to an end now that RSV season is over. Our pediatrician just wants to see Olevander for his regular check ups.
There was a heart cathedrization planned for the end of Feb. which proved to be superfluous. Thank God!
Olevander is now on only 2 medications daily. And very soon we can switch him from one of them that is given 3 times a day to one that he only needs once a day. It will be nice to no longer have to give him his meds in the middle of the night!


Olevander
Sechs Wochen nach seiner Glenn-Operation, gegen Ende Januar, war Olevanders Brustbein so verheilt, dass wir ihn wieder unter den Armen halten durften. Miriam hatte die Tage schon in freudiger Erwartung dessen gezaehlt und war gluecklich, als sie ihren kleinen Bruder endlich wieder so halten konnte, wie sie es am liebsten tut.
Da er nun keinen Shunt mehr hat - Gott lob!, muessen wir mit unserem Kleinen nun auch nicht mehr auf begrenzten Kontakt achten. Nun koennen wir wieder unsere gesellige Seite ausleben und ihn ueberall hin mitnehmen.
Inzwischen kommt unsere Hauskrankenschwester nicht mehr auf ihre woechentlichen Besuche. Die Maedchen hatten sich immer ueber ihre Besuche gefreut und waren aufgeregt an ihr hochgeklettert.
Wir muessen nun nicht mehr Olevanders Gewichtszunahme und Sauerstoffsaettigung ueberpruefen. Und so waren wir froh, dass wir uns der Babywaage und des Pulsoximeters entledigen konnten. Wenn wir sehen, wie unser pausbaeckiger, rosiger, kleiner Kerl vor Freude jauchzt, dann wissen wir auch so, dass es ihm gut geht!
Unsere Besuche beim Kardiologen sind nun nur noch alle 3 Monate und bald nur noch alle 6 Monate. Unsere Besuche beim Pneumologen sind nun, da die RSV-Saison vorueber ist, nicht mehr noetig.
Unsere Kinderaerztin braucht Olevander nur fuer die regulaeren Untersuchungen zu sehen.
Im Februar war eine Herzkathederisierung geplant, die sich - Gott sei Dank! - als ueberfluessig herusstellte.
Olevander bekommt nun nur noch 2 Medikamente pro Tag. Und heute koennen wir von einer, die 3 mal taeglich zu geben war, zu einer wechseln, die nur noch einmal taeglich zu geben ist. Ich freue mich schon darauf, ihm nicht mehr mitten in der Nacht seine Medizin geben zu muessen!

Meanwhile, Olevander continues to be our happy boy who enjoys live to the fullest. He can sit now. And he likes to sit! That frees up his hands and he can clap or explore objects and bang them together. When I place him on the floor on his baby blanket it doesn't take him long to roll this way and that way, circle, twist, and creep until the little blanket is - of course - empty, and I every once in a while find him wedged against some furniture whimpering! Rolling over sure works well but it doesn't always get him where he had wanted to go! He so wants to crawl! And he is close to it. He now inchworms toward his goal. He engages the knees as if he somehow knows that they are needed. Just his belly drags on the floor and stops him from taking off. He is greatly entertained by the doings of Miriam and Eliane. If only he could be by their side and do all the fun things that they do! 


Und Olevander? Ihm geht es praechtig! Er ist weiterhin unser froehlicher Junge, dem das Leben so richtig Spass macht. Inzwischen kann er sitzen. Und er sitzt gerne! Das befreit seine Haende, die er nun gut zum Klatschen gebrauchen kann, oder Gegenstaende untersuchen und aufeinander hauen. Wenn ich ihn auf seine Babydecke auf den Boden lege, dauert es nicht lange und er rollt sich mal hierhin, mal dahin, dreht sich im Kreis, wendet und windet sich, und robbt vorwaerts ... bis die Decke natuerlich leer ist und ich ihn wiederfinde, wie er gegen ein Moebelstueck gedraengelt ist und sich beklagt. Herumrollen funktioniert grossartig, nur kommt er auf diese Weise nicht immer dorthin, wo er eigentlich hinwollte! Wie gern er krabbelte! Doch er ist nicht weit davon entfernt. Er robbt sich vorwaerts bis er am Ziel angelangt ist. Die Knie sind mit von der Partie, als ob er wuesste, dass sie dafuer wichtig sind.  Nur sein Baeuchlein wiegt schwer auf dem Boden und laesst ihn nicht so gut vorwaerts kommen. Miriams und Elianes Aktivitaeten interessieren und amuesieren ihn maechtig. Wenn er doch nur an ihrer Seite sein koennte und all die tollen Sachen machen koennte, die die beiden tun!



As I am writing this I am realizing how many changes there are! And every single of them points into one direction: normalcy. We don't take any of these things for granted. What a relief how everything is working out! God has truly been watching over our little boy and us.

Wie ich dies schreibe, wird mir erst einmal bewusst, wieviele Veraenderungen zum Besseren die letzten Wochen und Monate gebracht haben! Jede einzelne deutet in Richtung Normalitaet. Wir halten nichts davon fuer selbstverstaendlich. Was fuer eine Erleichterung, dass sich alles zum Guten gewendet hat. Gott hat wahrlich ueber unseren Kleinen und uns gewacht.
   
Relationship
A few months ago we switched banks. Our new bank informed us that our account name will now be 'Relationship Checking'. What a silly name! As if a change in the name will change how I do business with them.
With 3 kids buckled up in the car I do value drive up banking without having to get everyone out for something that can be taken care of within minutes. Communicating through an intercom and shooting checks and receipts back and forth the pneumatic tubes doesn't make for a close connection with the bank teller. In fact, I know no one there by name or by face! Gone are the days - before kids - of the friendliest bank teller years ago, Amanda Coetzee from South Africa, for whom I used to make a point of walking inside the building to have a chat with.
    By contrast, here is a whole other type of relationship experience. In the New Year, after a hiatus of about half a year I - with all children in tow - went back to taking over our grocery shopping runs. At the big store that we shop at I was pleasantly surprised that I was personally greeted and welcomed by John in the produce section, by one of the ladies in the baking section who had already missed me and thought I had moved away, and finally even hugged by Panor, our friendly Thai cashier. Now, that I could truly call 'relationship shopping'!
Or another example of how relationship can still work: Yesterday, the pharmacist and owner of our independent small town pharmacy handed me his personal cell phone when mine had no signal and gave the girls each a quarter to ride the pay rocking horse!

Beziehung
Vor einigen Monate haben wir unsere Bank gewechselt. Unsere neue Bank informierte uns, dass der neue Name unseres Kontos 'Beziehungsgirokonto' hiesse. Was fuer eine alberne Bezeichnung! Als ob der veraenderte Name irgendetwas in meinen Bankgewohnheiten veraenderte!
Mit 3 Kindern, in ihren Autositzen angeschnallt, weiss ich zu schaetzen, einfach bloss durchfahren zu koennen und mein Bankgeschaeft in wenigen Minuten zu erledigen. Durch die Wechselsprechanlage zu kommunizieren und Schecks und Quittungen durch die Druckluftrohre hin-und herzuschiessen, foerdert nicht gerade den Kontakt mit der Bankangestellten. Und tatsaechlich kenne ich in unserem Zweigbuero niemanden vom Namen oder wenigstens vom Aussehen her. Vorbei sind die Zeiten, als ich - kinderlos - extra ins Gebaeude ging, um noch einen Schwatz mit der nettesten Bankangestellten ueberhaupt, Amanda Coetzee aus Suedafrika, zu halten.
Im Vergleich dazu ist hier ein echtes Kontakterlebnis. Seit dem Neuen Jahr uebernehme ich - nach einer Pause von ca. einem halben Jahr - mit den Kinder im Schlepp wieder unseren Familiengrosseinkauf. In dem grossen Supermarkt, wo wir einkaufen, war ich angenehm ueberrascht, als ich von mehreren Angestellten auf's freundlichste begruesst und willkommen geheissen wurde: von John in der Obst- und Gemueseabteilung, von einer der Frauen in der Backabteilung, die mich schon vermisst und sich schon gefragt hatte, ob ich weggezogen sei, und schliesslich noch von Panor, unserer freundlichen Kassiererin aus Thailand, die mich spontan umarmte. DAS koennte ich wahrlich einen Einkauf mit persoenlicher Beziehung nennen.
Oder noch ein Beispiel fuer persoenlichen Kontakt im Geschaeftsleben:
In der unabhaengigen Kleinstadtapotheke reichte mir der Apotheker und Besitzer gestern sein Mobiltelefon ueber den Ladentisch, als meines kein Signal hatte, und schenkte den Kindern jeweils eine Muenze, damit sie auf dem elektrischen Holzpferd am Eingang reiten koennen!


Wednesday, January 25, 2012

Ein langes Leben - A long life

Bei Greisen ist die Weisheit, die Einsicht, die durch langes Leben kommt. 
Hiob 12, 12
 
In diesen Tagen waere meine Grossmutter, Kaete Henselin geb. Lange, 99 Jahre alt geworden.
Ich moechte einen Moment innehalten und ihrer gedenken.

Sie war leider die einzige meiner Grosseltern, die ich erlebt habe. Als sie 82jaehrig verstarb, war ich noch jung. Beim Blaettern durch die Bilder ihres Lebens bleiben mir einige besonders im Gedaechtnis:
- Kaffeetrinken im Kleingarten: Kaete als vielleicht 8 oder 9 Jaehrige im Kreise ihrer Eltern, Uhrmachermeister Alfred Lange und seiner Frau Clara, und ihrer aelteren Schwester Margarete.
- Ein Portrait vom plumpen Bruederchen Wilhelm ist betitelt: "Der Stammhalter ist da!" Wie fuehlten sich dabei wohl die beiden Maedchen?
-  Vergnuegte Bilder von der Hauswirtschaftsschule, in der sie Freundinnen fuer's Leben fand. (In einem Fall setzt sich der Kontakt bis in die 3. Generation und ueber Kontinente hinweg fort.)
- Unbeschwerte, froehliche Gesichter waehrend eines Tennisspiels in den 20er Jahren.
- Sie als adrette junge Frau inmitten einer juedischen Familie in Ungarn, in der sie eine Zeitlang als Kindermaedchen arbeitet.
- Ein Portrait, in dem sie sichtlich gezeichnet ist, ist untertitelt: "Leidenszeit". Der fruehe Tod ihres Mannes - hinterlaesst sie in den Kriegsjahren als Witwe mit ihrem Kleinkind Christiane, meiner Mutter. (Sie muss nun ihre Familie allein versorgen, dazu gehoeren auch ihre alternden Eltern. Das gelingt ihr nur, indem sie mehrere Arbeiten gleichzeitig annnimmt. Doch ruiniert sie durch die schwere koerperliche Arbeit, die langen Arbeitstage und den muehe- und sorgenvollen Kriegsalltag ihre Gesundheit. Es folgen laengere Krankenhausaufenthalte, waehrend derer meine Mutter bei Tante und Onkel und in einer christlichen Internatsschule lebt.)
- Sprung in die 60er Jahre, unbekuemmerte Strandbilder zeugen von gluecklichen Sommern auf Hiddensee.
- Und wieder Bilder von Hiddensee, diesmal strahlende Hochzeitsbilder meiner Eltern mit ihr als lachender, zufriedener Schwiegermutter.
- Bilder von 3 Generationen zeigen sie als stolze Grossmutter mit ihrer Tochter und einem pausbaeckigen, weissblonden Enkelkind, meinem Bruder Goeran.

Meine Mutter hatte immer bedauert, dass wir sie erst im spaeten Teil ihres Lebens nur als Schatten ihrer selbst kennengelernt haben. Zwei Platinhueften und ihre nachlassende Gesundheit nahmen ihr viel von der ihr eigenen Lebensfreude und Energie. Ich wuenschte, ich haette meine Oma besser kennenlernen koennen, haette mehr von und mit ihr erlebt als unsere Besuche im Altersheim, in dem sie ihren Lebensabend verbrachte.

Was fuer ein gelebtes Leben!
Zwei Weltkriege ueberlebt, die Weltwirtschaftskrise ueberstanden, Leben im getrennten Deutschland ... Alltag zu Zeiten von Monarchie, Demokratie und Diktatur. Automobil, Telefon, Radio, Raumfahrt - als nur einige technischen Neuheiten innerhalb ihrer Lebenszeit. Was fuer eine bewegte Zeit!

Freude? Ganz sicher, aber auch viel Leid.
Weise? Sicher nicht, aber jede Menge Lebenserfahrung.
Selbstvertrauen? Vonnoeten. Gottvertrauen jedoch - uneingeschraenkt.
Wenn ich bedenke, wieviel Wissen, wieviele Erfahrungen, wieviele Erinnerungen mit ihr verloren gegangen sind!
Was bleibt, sind Vermutungen und Fragen. Und grossen Respekt fuer ihr Leben!




In old age is wisdom;
understanding in a long life.
Job 12:12

My Grandmother Kaete Henselin née Lange would have turned 99 years old during this month.
I would like to take a moment and celebrate her life.
Unfortunately, she was the only one of my grandparents that I got to know. When she passed away in the age of 82 I was still young. When I think of the pictures of her life these stick out especially:
- Coffee and cake between rose flowerbeds: Kaete as a maybe 8 or 9 year old girl with her parents, master watchmaker Alfred Lange and his wife Clara and her older sister Margarete.
- A portrait of her plump baby brother Wilhelm is titled: 'Here is the son and heir!' I wonder how the girls felt about that?
- Merry pictures from her times in the Home Economics School where she found friends for life. (In one case we have kept contact until the third generation and across continents.)
- Untroubled, happy faces during a tennis match in the 20ies.
- She in the midst of a Jewish family in Hungary where she worked as a governess for some time.
- One portrait is titled 'A time of sorrow'. Indeed, the sorrow shows in her facial features. The untimely death of her husband leaves her in times of war as a widow with her infant daughter Christiane, my mother. (She must now provide for her family as well as for her aging parents by herself. She manages that by taking on two different jobs at the same time. However, she ruins her health through the physical labor, the long hours during the hard and sorrow-stricken war times. Long hospital stays follow during which my mother stays with her aunt and uncle and in a christian boarding school.)
- A jump into the 60ies: Carefree beach pictures bear witness to happy summers on Hiddensee (a tiny island in the Baltic sea).
- And again pictures of Hiddensee: This time wedding pictures of my beaming parents with her as the smiling, happy Mother-in-law.
- Pictures of 3 generations show her as the proud grandmother with her daughter and a chubby-faced, blond grandchild, my brother Goeran.

My mother always regretted that we only got to know her in her later part of life as a shadow of herself. Two hip replacements and her failing health took much of her zest for life and energy. I wish I would have gotten to know my 'Oma' much better and would have been able to make more memories than our visits to the senior citizen home where she spent the remaining years of her life.

What a life she had! She survived two world wars, made it through the Great Depression, lived in divided Germany behind the Wall ... Lived during times of monarchy, democracy, and dictatorship. Automobile, telephone, radio, space travel were just a few of the technical innovations during her lifetime. What eventful times!

Joy? I am sure but plenty of sorrow, too.
Wise? Not sure, but lots of life experience.
Faith in herself? Needed. Faith in God - absolutely.
Just think how much knowledge, how much personal experience, how many memories were lost when she passed away!
What remains are suppositions and questions. And huge respect for her life!

Friday, January 13, 2012

Rolling moments - Rollende Momente


Therefore, if anyone is in Christ, he is a new creation; 
old things have passed away; behold, all things have become new.
2 Kor. 5:17  

2011 is now behind us. Let us take a quick look into the rear view mirror.
The end of the year in our family is full of celebrations and holidays.
Richard started the festivities with his birthday in October. A few days preceding Thanksgiving, it is Eliane's turn. She turned 3 years old. This year, for the first time she was truly aware of what was going on. Then we celebrated Advent and Christmas with all its joys - big and small. Next we celebrated Olevander's half-birthday: He is 6 months old already! Miriam put a few candles into pieces of banana arranged around a plate and we sang him his Birthday song.


































And finally, Miriam turned 7. We spent the day, sunny and gorgeous as it was, with friends at the lake shore. The children happily dug in the sand, we adults enjoyed the warm sunshine, our conversation, and homemade cake. What a beautiful way to conclude the year!




The New Year has hardly started and it has already brought a few news.
Eliane learned to ride a bike this week!
What a great introduction to the world of balance and speed her pushbike was! All year last year she rode and coasted down our street with that little wooden thing. That way, the transition to a real pedal bike was much easier. When I think what a tough time I had when I learned to ride my bike when I was little - and I was at least twice her age!
Unfortunately, there aren't any pictures yet of her happy little face. Every afternoon we were out there in the fading light. And besides, I usually stand behind her little bike helping her to get going so I only see her riding away from me.
And today, she started riding around curves and making turns. It is incredible how fast she is learning!


































Added later:
Here is the picture that shows her confidence on 2 wheels. (Yes, we normally do wear our helmets faithfully. Just that week we had a cold snap and I opted for warmth instead.)

Spaeter hinzugefuegt:
Hier ist also das Bild als Beweisstueck ihres Selbstvertrauens auf 2 Raedern. (Ja, natuerlich tragen wir immer unsere Fahrradhelme. Nur in dieser Woche hatten wir einen Kaelteeinbruch und ich entschied mich fuer Waerme.)


































While we are talking about rolling moments: Here is one from a recent bike trip to the park. This was Eliane's first time on the half bike and she had a ball!

Und wenn wir schon ueber rollende Momente sprechen, dann gehoert dieses von unserer letzten Radtour in unseren Park auch dazu. Das war das erste Mal fuer Eliane auf dem Anhaengefahrrad. Sie war begeistert!

Finally, here is one of Miriam on her bike who is obviously having a lot of fun riding!
Not pictured (as usual) is the photographer herself.

Und schliesslich noch eines von Miriam auf ihrem Rad, der es sichtlich auch Spass macht!
Die Fotografin ist wieder mal nicht abgebildet, (wie gewoehnlich). 

Olevander? He, too, has a surprise in terms of locomotion: He is rolling over, from tummy to back and from back to tummy. He rolls to whichever position he prefers to be in. I wonder whether he realizes that this can be the first mode of transportation?

So, the New Year is here! Let's roll! ;)



Gehört jemand zu Christus, dann ist er ein neuer Mensch. 
Was vorher war, ist vergangen, etwas Neues hat begonnen.
2 Kor. 5, 17


2011 ist vorueber. Werfen wir einen kurzen Blick in den Rueckspiegel:
Das Jahresende ist in unserer Familie voller Fest- und Feiertage.
Richard Jason ist ein Herbstkind. Sein Geburtstag im Oktober fuehrt den Reigen an. Ein paar Tage vor Thanksgiving ist dann Eliane dran. Sie wurde 3 Jahre alt. Dieses Jahr hat sie diesen Tag zum ersten Mal bewusst wahrgenommen. Dann kommt der Advent und Weihnachten mit all den kleinen und grossen Freuden. Als naechstes haben wir Olevanders Halbgeburtstag gefeiert: 6 Monate ist er nun schon alt! Miriam liess sich die Freude nicht nehmen, steckte ein paar Kerzen in Bananenstueckchen, auf einem Teller verteilt, und wir sangen ihm sein Lied. Und schliesslich ist Miriam an der Reihe, sie wurde 7. Wir verbrachten diesen wunderbaren Sonnentag mit Freunden am Seeufer. Die Kinder buddelten gluecklich im Sand, wir genossen den warmen Sonnenschein, unsere Unterhaltung und selbstgebackenen Kuchen. Wie herrlich, wenn man so das alte Jahr beschliessen kann!

Kaum hat das Neue Jahr begonnen, bringt es schon Neues mit sich.
Eliane hat diese Woche Fahrradfahren gelernt!
Was fuer ein toller Einstieg das Laufrad war, auf dem sie schon das ganze letzte Jahr froehlich durch die Welt sauste. Von da ist der Uebergang zum Pedalenrad wesentlich leichter! Wenn ich bedenke, wie schwer mir das in meiner Kindheit gefallen ist, und ich war mindestens doppelt so alt!
Fotos von ihren strahlenden Augen gibt es leider noch nicht. Jedesmal waren wir erst im schwindenden Tageslicht unterwegs. Ausserdem stehe ich durch meine Starthilfe naturgemaess hinter ihr und sehe sie also immer nur von mir wegfahren. Seit heute allerdings dreht sie auch schon Kurven und faehrt Wendungen. Es ist unglaublich, wie schnell sie lernt!
Und Olevander? Auch er hat in Sachen Fortbewegung was Neues zu bieten: Er rollt sich herum, vom Bauch zum Ruecken, vom Ruecken zum Bauch. Munter geht das, wo es ihm besser gefaellt. Ob er schon weiss, dass dies der erste Weg zur Fortbewegung ist?

In diesem Sinne: Das Neue Jahr ist da! Lassen wir es auf uns zurollen. ;)

Saturday, January 7, 2012

Knitting dolly Miriam - Strickliesel Miriam

This year, Miriam discovered an interest in everything yarn: Sewing, braiding, knitting with a knitting dolly, and finger knitting. Half finished work everywhere. Her yarn basket is spilling over. Knotted yarn to be undone. Every Waldorf Mom would love it!
In the beginning, she probably surprised herself how easy the fingerknitting was for her - she can do it blindly. We ended up with lots and lots of endless fingerknitted cords. Just think of all the great things you can do with them! Here she filled the long hours of the car ride from Nana and Papaw creating a cord web.

Miriam hat dieses Jahr sie ihr Interesse an Handarbeit entdeckt: Nähen, Flechten, Stricken mit Strickliesel oder mit den Fingern. Halbfertige Stuecken ueberall. Ihr Wollkorb ist am Überlaufen. Garnknoten zu loesen. Das Herz einer Walldorf-Mutter wuerde hoeher schlagen!
Anfangs ueberraschte sie sich sicherlich selbst, als ihr das Fingerstricken locker (und blind) von der Hand ging. Das Ergebnis war endlose fingergestrickte Kordeln. Mit denen kann man eine Menge anstellen! Hier dienen sie dem Zeitvertreib auf der Rueckfahrt von den Grosseltern.




Miriam discovered that she can reknit her cords to make them thicker and stronger. Here, she dressed up Olevander as Rapunzel (let down your hair!).

Oder man kann sie nochmal verstricken, wodurch sie immer dicker werden. Hier hat Miriam Olevander als Rapunzel (Lass' dein Haar herunter!) verkleidet.


Then Aunt Joy gave her the idea to sew the cords together and turn them into 2 dimensions. That opened up new possibilities! As their first project, she and Joy made a blanket for little Olevander as a welcome present from the hospital. She completed the 'outfit' with a matching cute cap. Now we are ready for winter to bite! :)

Als aber Tante Joy sie auf die Idee brachte, dass man Kordeln ohne weiteres zusammennaehen und zu Flaeche verarbeiten kann, ging ihr ein Licht auf. Als erstes bedachte sie (mit Joys Hilfe) den kleinen Olevander mit einer Decke. Das war uebrigens sein Willkommensgeschenk, als er aus dem Krankenhaus kam. Dann vollendete sie eine passende Kappe fuer ihn. Jetzt kann der Frost krachen! :)

 


Next, she started experimenting with different yarns, colors, and thickness. Here, she was very much into working on her new piece - still in her night gown even before breakfast.

Dann experimentierte sie mit verschiedenen Garnen, Farben und Wollstaerken. An diesem Morgen war sie so eifrig bei der Sache, dass sie noch vor dem Fruehstueck im Nachthemd loslegte.

 
Now we are having fun with it: Olevander is being dressed up with a colorful turtle shell. It never gets boring around our house!

Und auch hier kommt der Spass nicht zu kurz: Olevander wird als bunte Schildkroete verkleidet. Bei uns wird es nie langweilig!



Here, Miriam knitted, weaved, and sewed something for her doll.

Als naechstes hat Miriam ihre Puppe mit Stricken, Weben und Naehen eingekleidet.


































This summer we got to know our neighbor Trudy. It was a perfect fit: She has time, she lived many years in Germany and speaks German, and she is taking Miriam under her wings when it comes to knitting and crocheting. Miriam spends whole afternoons at her house and can learn a lot from her.

Im Sommer lernten wir unsere Nachbarin Trudy kennen. Alles passte wunderbar: Sie hat Zeit, sie hat lange Jahre in Deutschland gelebt und spricht Deutsch und sie nimmt Miriam im Stricken und Haeckeln unter ihre Fittiche! Miriam verbringt ganze Nachmittage bei ihr und kann dabei eine ganze Menge lernen.

 
Trudy taught Miriam how to use a knitting dolly. (I think the little device goes by several names: knitting nancy, French knitting etc.) I remember one from my childhood, made from wood in those days. Unfortunately, I never knew what to do with it or how to use it. So I love the fact that my daughter can teach me now!

Von Trudy lernte Miriam den Umgang mit dem Strickliesel. Ich kann mich an so ein Ding aus meinen Kindertagen erinnern, damals natuerlich noch aus Holz. Leider hatte ich aber nie gelernt, was damit anzufangen. So freue ich mich um so mehr, dass mein Toechterlein mich was lehren kann.

Now Miriam uses different kinds of yarns to work with the knitting dolly.

Jetzt strickte Miriam also Variationen mit dem Strickliesel.

 
Look at the length of this fuzzy and soft scarf!

Dieser Schal fand seine fusselige, weiche Vollendung. 

Miriam got some orders for scarfs and wristbands among family and neighbors. This is how she earned her first money. How that made her proud!
We will see what her next wool or yarn project will be.

Innerhalb der Familie und der Nachbarschaft hat sie sogar schon Aufträge für Schals und Armbänder angenommen.Damit selbst Geld zu verdienen, das erste!, erfuellte Miriam natuerlich mit grossem Stolz!
Ich bin gespannt zu sehen, was sie mit Wolle und Garn als naechstes anstellen wird.

And finally, while we are talking about yarn crafting I am including a picture of these adorable dolls that Aunt Joy made for the girls during the summer.
(By the way, Eliane had fallen on the concrete driveway. The scab has healed nicely, though!)

Und, wenn wir schon mal beim Thema Handarbeit sind, dann gehoert hierher auch ein Bild von den netten Pueppchen, die Tante Joy ueber den Sommer fuer die Maedchen genaeht hat. 
(Uebrigens war Eliane da gerade auf der Betonauffahrt zum Haus hingefallen. Die flaechige Wunde ist inzwischen schoen abgeheilt!)