und er wird für dich sorgen.
Psalm 55, 22
Meine Familie hat sich ueber die Feiertage mit COVID-19 infiziert.
Zuerst begann es mit Schlappheit meiner Tochter Miriam, Nichtwohlsein und Mittagsschlaf (den sie sonst nie macht). Dann der aufklaerende Anruf meiner Schwaegerin (mit der wir am Vortag noch zum Kaffee zusammensassen), dass sie ein positives Testergebnis hat. Das erklaerte Miriams Malaedie! Leider einen Tag vor ihrem Geburtstag, dem 16. Ihre Plaene - futsch. Enttaeuschung und Traenen!
Ich hatte gerade mal eine kratzige Stimme. Der Rest der Familie ein bisschen Fieber, angeschlagen, Muedigkeit - einige mehr als andere, einige laenger als andere. Mein Mann, Miriam und ich lassen uns testen, klar: positiv. Beim Rest der Kinder ist es offensichtlich, wir sparen uns den Weg. Das eindeutigste Symptom ist der Verlust des Geschmacks und der Geruchs. DAS war schon eigenartig! Glaubt mir, solch ein Geruchs- und Geschmacksverlust bietet reichlich Stoff fuer Diskussion. Es ist zum Piepen!
Freunde und Leute aus der Kirchgemeinde bringen uns Mahlzeiten, stellen uns freundlicherweise Einkaeufe auf die Terasse. Es ist herrlich! Nach einer Weile bekomme ich allerdings schlechtes Gewissen, weitere Hilfe anzunehmen. Wir fuehlen uns einfach ZU wohl!
Dann heisst es nur noch, die geforderten Tage der Quarantaene abzusitzen. Das verlaengert unsere Weihnachtspause, wir spielen Brettspiele, puzzeln, lesen und telefonieren. Aber, meine Lieben, das war's!
Keiner von uns brauchte Medikamente, keiner von uns musste zum Arzt oder gar ins Krankenhaus. Keiner musste beatmet werden. Nichts. Und vom Alter (6-50Jahre) und Gesundheitszustand haben wir sechs in der Familie schon eine gemischte Bandbreite.
Jetzt haben wir Antikoerper und koennen uns getrost unter's Volk mischen.
Wenn das COVID ist, dann verstehe ich die Angstmache der Politik und Medien nicht. Klar, kann es Vorbelastete und Alte schwerer treffen, keine Frage. Aber 99,8% der Faelle ueberleben die Infektion. 80% der Infizierten ueberstehen es ohne grosse Komplikationen.
Ich hatte vorher keine Angst vor Corona. Jetzt, nach der Infektion, habe ich erst recht keine.
Eine Infektion ist keineswegs das Schreckgespenst, als das es in den Medien dargestellt wird.
Ausserdem vertraue ich voll und ganz auf Gott, unseren Herren. Er hat uns beschuetzt und er wird sich auch in Zukunft um uns sorgen.
Ich weiss, meine Verwandten und Freunde in Deutschland befinden sich durch den Lockdown in einer misslichen Situation. Ich denke viel an euch und all die Sachen, die euch in diesen Tagen verwehrt werden. Doch ich moechte euch ermutigen. Lasst euch nicht einschuechtern. Lasst euch nicht unnoetige Angst machen.