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Monday, January 12, 2015

Miriam in school - Miriam in der Schule

Trust in the Lord with all your heart, and lean not on your own understanding;
In all your ways acknowledge Him, and He shall direct your paths.
Proverbs 3:5-6

Miriam just turned 10. Happy Birthday, mein Schatzkind!
For the occasion I will write a blog entry just about her.
 


































Miriam went to school. Well, what about it?
As you may know we homeschool. She doesn't know an American school from the inside.
On our last trip to Germany in the Spring, though, she attended school in my home town. Quite a brave thing to do! I remember the anxious feelings of my first day in a new school - not fun I tell you! And here she goes and dives right into this unfamiliar experience!
In the beginning, I would walk her to school. Yes, in those parts of the world kids can walk to school. I never knew that was anything special until I lived in the U.S. A few days later, we would both ride our bikes up and down the hills to get there - a trip that took about 15 minutes. I made sure she knew about morning traffic, I taught her how to jump curbs, which cobblestone street to avoid and which sidewalk to use instead, whether it is OK to ride in the pedestrian zone, and all the ins and outs of crossing town by bike. In the end of our stay, she made the trip all by herself.
After school, we would pick her up from school and stroll through town back home. It wasn't long, though, when she asked me: Mutti, can I pick myself up from school, too?
She was beginning to love the new independence this gave her!
As she would be at home, Miriam attended 3rd grade. Her class the 'Monkey Troop' welcomed her right away into their midst. Her home teacher gave us good feedback: Classes went well and she fit right in. In Math, she was ahead in a few things and got introduced to some new methods, as well. In German, copying from the board may have taken her a bit longer than her classmates as her German spelling isn't automated yet. She also attended classes like Protestant Religion and Music. P.E. was held at the gym and swimming lessons were given at the city indoor pool. (There was, however, no school bus that took the kids there. In fact, the school doesn't even own a school bus. The kids still met at school and were walked there across town.) In English she introduced herself to the other kids with a little photo album and a map using easy language. In Shop they sewed a pen and pencil case. She even participated in the national tests that happened to be held during this time (which we had just done a few weeks previous here, oh well.) She made friends with her classmates and still writes letters with a few of them. In short, she had a great time and loved it!

Now, the icing on the cake about this school exchange was that all of this happened at my school, the school that I attended in my middle school years. After all these years, I got to enter it again as a parent taking my daughter by the hand and leading her along the same hallways and the same stairways! And the déjà-vu continues: Hers wasn't just any classroom, it was mine from back then! The very same ... and somehow not the same. Back then our homeroom was simply called 'Room 17'. In it we had classes like Russian and Art and 'Belehrung' (the mandatory monthly instructions to warn us of perils such as unexploded ordnance device, rabies, and ... snowballs). This was the room where 'Pioniernachmittag' was held every Wednesday (the weekly meeting of the communist youth organisation Young Pioneers). I could probably go on and on about the memories that resurfaced,  how odd this felt and how much things have changed from back then.
For now, let me just say: Bringing my child after all those years back into the same place of my childhood and youth felt like I have come full circle.
What I keep wondering and have pondered about - especially during the recent anniversary of the Fall of the Wall: How can I ever convey all these things to our children? Will they ever understand what it was like??
Here is one thing to even top my 2nd generation experience: My old school friends from back then Astrid and Bernhard didn't just take their kids to our old school but even to the very same teacher they had in elementary school! Now, how often does that happen? 

For today, I will wrap this up with a prayer for my dear daughter.
I thank God for our eldest, for her love of life and for her adventurous spirit! May He keep her in this new year of her life and put her on the path that He wants her to take.


Verlaß dich auf den HERRN von ganzem Herzen und verlaß dich nicht auf deinen Verstand;
sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen.
Sprueche 3, 5-6 

Miriam ist gerade 10 Jahre alt geworden. Alles Gute, mein Schatzkind!
Aus diesem Anlass will ich heute mal einen Eintrag schreiben, in dem es nur um sie geht. 

Miriam ging zur Schule. Was ist daran schon besonders?
Wie sicherlich bekannt ist, machen wir homeschooling - Lernen zu Hause. Miriam kennt amerikanische Schulen nicht von innen.
Und doch hat sie waehrend unseres letzten Aufenthaltes in Deutschland im Fruehling in meiner Heimatstadt die Schule besucht. Ziemlich mutig, finde ich! Wie gut kann ich mich an das bange Gefuehl vorm ersten Tag in einer neuen Schule erinnern. Kein Spass, muss ich sagen. Und hier traut sie sich den Sprung ins kalte Wasser!
Am Anfang habe ich sie zu Fuss zur Schule gebracht. Ja, in diesem Teil der Welt koennen Kinder zur Schule laufen. Bis ich in den USA lebte, war mir gar nicht bewusst, dass das irgendwas besonderes sein soll. Ein paar Tage spaeter nahmen wir beide die Raeder und fuhren gemeinsam hin: bergauf, bergab - eine Strecke von vielleicht 15 Minuten. Ich wollte sichergehen, dass sie mit dem morgendlichen Berufsverkehr umgehehen kann, ich zeigte ihr, wie man ueber Bordsteinkanten kommt, welche Kopfsteinpflasterstrassen sie vermeiden und welche Fusswege sie stattdesssen nehmen soll, ob man in der Fussgaengerzone Fahrrad fahren darf - kurz, alles was dazu gehoert, um mit dem Rad quer durch die Stadt zur Schule zu kommen. Und zum Schluss fuhr sie schliesslich ganz allein.
Nach der Schule holten wir sie ab und bummelten durch die Stadt zurueck nach Hause. Nicht lange, und sie fragte mich: Mutti, kann ich mich auch allein von der Schule abholen?
Ihr gefiel die neue Unabhaengigkeit, die sich ihr bot!
Wie auch hier, ging sie in die 3. Klasse. Ihre Klasse, die 'Affenbande', nahm sie gleich in ihre Mitte. Ihre Klassenlehrerin bestaetigte uns: Der Unterricht lief prima und Miriam passte gut in die Gruppe. In Mathe war sie vielleicht in ein paar Dingen voraus, aber konnte auch ein paar neue Rechenmethoden lernen. In Deutsch mag sie beim Abschreiben von der Tafel sicher etwas laenger gebraucht haben, da ihre Rechtschreibung in Deusch noch nicht automatisiert ist. Sie hatte auch Faecher wir Evangelische Religion und Musik. Sport fand in der Sporthalle und Schwimmen im staedtischen Hallenbad statt. (Allerdings gab es keinen Schulbus, der die Kinder dahin gefahren haette. Die Schule hat gar keinen eigenen Schulbus. Die Kinder trafen sich an der Schule und wurden quer durch die Stadt bis dahin gefuehrt.) In Englisch stellte sie sich den anderen Kindern in einfachen Saetzen mit einem kleinen Fotoalbum und einer Karte vor. In Werken naehten die Kinder eine Federmappe. Sie nahm sogar an den Kompetenztests teil, die ausgerechnet in der Zeit anstanden. (Wir hatten unsere hierzulande gerade erst abgeschlossen. Nun gut.) Sie fand guten Anschluss an ihre Klassenkameraden und schreibt sich sogar mit einigen von ihnen. Langer Rede kurzer Sinn, die Schulerfahrung war ein Hit und es hat ihr sehr gut gefallen!

Doch das i-Tuepfelchen an der ganzen Sache war jedoch, dass das nicht nur irgendeine Schule war, es war meine Schule. Die Schule, in der ich die meiste Schuljahre meiner Kindheit verbrachte. Nach all den Jahren bin ich nun als Mutter mit meiner Tochter an der Hand in diese Schule eingetreten und fuehrte sie die selben Gaenge entlang und die selben Treppen hinauf. Und damit nicht genug, das déjà-vu setzte sich fort: Miriams Klassenzimmer war nicht irgendein Raum, es war mein Klassenraum von damals! Der selbe ... und irgendwie doch nicht derselbe. Damals hiess unser Klassenraum schlicht Raum 17. In ihm hatten wir Faecher wie Russisch und Zeichnen und wurden monatlich zu Fundmunition, Tollwut und ... zur Gefahr durch Schneebaelle belehrt. Das war der Ort, wo jeden Mittwoch Pioniernachmittage stattfanden. Ich koennte sicherlich noch eine ganze Menge schreiben, wie all die Erinnerungen in mir aufstiegen, wie eigenartig das war und wie sehr sich die Dinge seitdem veraendert haben.
Doch fuer heute will ich nur soviel sagen: Als ich nach all der Zeit mein eigenes Kind in diesen Ort meiner Kindheit und Jugend fuehrte, hatte ich das Gefuehl, dass sich damit der Kreis schliesst.
Dabei geht mir eine Sache durch den Kopf - besonders nach dem gerade begangenen Jahrestag des Mauerfalls: Wir koennen wir all das nur unseren Kindern vermitteln? Werden sie je begreifen, wie das gewesen ist??
Schliesslich frage ich mich, wie es wohl meinen Freunden Astrid und Bernhard gegangen sein muss, als sie ihre Kinder nicht nur in unsere damalige Schule gegeben haben, sondern sogar ihrer selben Lehrerin von damals uebergeben haben. Und: Wie oft kommt das schon vor?

Fuer heute will ich mit einem Gebet fuer mein liebes Toechterlein abschliessen.
Ich danke dem Herrn fuer unsere Aelteste, dafuer, wie sie das Leben liebt und fuer ihren Abenteuergeist! Moege Er sie in diesem neuen Jahr ihres Lebens behueten und sie auf den Pfad lenken, den er fuer sie bestimmt hat. 



































Leaving for school early in the morning.
Frueh am Morgen geht's auf zur Schule.


Droves of elementary and middle school kids arrive at the school yard every morning. The kids on bike are either brought by their parents, come with their siblings, or ride by themselves. Each morning, long bike racks along the walls fill up quickly.
Horden von Schulkindern treffen jeden Morgen auf dem Schulhof ein. Die Kinder, die Fahrrad fahren, werden entweder von ihren Eltern gebracht, kommen mit ihren Geschwistern oder allein. Die langen Fahrradstaender entlang der Wand fuellen sich jeden Morgen schnell.


I know this school yard so well from my own school days. It looks familiar, yet lots has changed.
Ich kenne diesen Schulhof aus meinen eigenen Schultagen. Er ist mir wohlbekannt, und doch hat sich viel veraendert. 

This is the entrance of the building: People enter the school through these doors. It is as simple as that - you come in and find your way on your own. No secretary asking your business, no logging in, no camera snapshot for the name tag.
Das ist der Eingang ins Gebaeude. Durch diese Tuer betritt man die Schule. Mehr ist da nicht: Man kommt herein und sucht sich seinen Weg allein. Keine Sekretaerin fragt nach dem Wohin, kein Eintragen in ein Logbuch und auch keine Kamera, die ein Bild fuer das Namensschild knipst. 

Inside of the school, this odd feeling of familiarity hits me. Yes, this was my school but ... its stairways and hallways appear so much smaller than back than.
Im Gebaeude ueberkommt mich dieses eigenartige Gefuehl der Vertrautheit. Ja, das war meine Schule, aber ... ihre Gaenge und Treppen erscheinen so viel schmaler und enger als damals.



































The stark and dull hallways that I remember are now decorated in all different ways and seem so much more welcoming now.
Die trueben und eintoenigen Gaenge aus meiner Erinnerung sind in diesen Tagen mit allerlei Aushaengen behaengt und erscheinen jetzt so viel freundlicher. 

Besides, they accommodate coat racks and shoe cases - every student has their own spot for their coat and each morning changes into school shoes. And finally, the walls are covered with colorful art work and posters.
Ausserdem beherbergen sie Garderoben und Schuhschraenke - jeder Schueler hat seinen eigenen Platz fuer seine Jacke und tauscht jeden Morgen seine Strassen- in bequeme Wechselschuhe. Und schliesslich sind die Waende mit farbenfrohen Bildern und Postern geschmueckt.



































Eliane and Olevander enjoy their little sneak peek into school life that our daily trips to school allow them. I am surprised to see all the changes that were made to the building to make it more suitable for kids: a whole new tract added, bathrooms on each floor (oh my, I better not mention the old ones ... ), a cafeteria, a gym underground, more classrooms.
Eliane und Olevander gefallen unsere kleinen Einblicke ins Schulleben, die uns unser nachmittaegliches Abholen erlauben. Mich ueberraschen all die Veraenderungen, die an dem Schulgebaeude vorgenommen wurden, um es besser fuer Kinder einzurichten: Ein ganzer Trakt wurde hinzugefuegt, Toiletten auf jeder Etage (Wollen wir die alten Klos mal lieber nicht erwaehnen!), eine Schulmensa, eine Sporthalle unter der Erde und mehr Klassenzimmer.


Miriam's classroom during Shop. The students are sewing leather for their pen and pencil case.
Miriams Klassenzimmer waehrend des Werkunterrichts. Die Schueler naehen eine Federmappe.

My wonderful schoolfriend of old Astrid with her students and their felted art work. I am indebted to her - now a teacher at this school herself - for working out this school exchange.
Meine liebe Schulfreundin Astrid mit ihren Schuelerinnen und ihrer Filzarbeit. Ihr, inzwischen selbst Lehrerin an dieser Schule, kann ich verdanken, dass dieser Schulbesuch zustande gekommen ist.

Miriam with her best school friends. She fits right in, doesn't she?
Miriam mit ihren besten Freundinnen aus der Klasse. Sie passt gut hinein, nicht wahr?



































After school, in the school yard.
Nach der Schule auf dem Schulhof.



































Miriam loved being able to go places on her bike and cherished the new independence it allowed her.
Miriam hat es prima gefallen, auf ihrem Fahrrad unterwegs zu sein, und all die Freiheit, die ihr das erlaubte.