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Thursday, January 31, 2019

Jede liebe Zeile bringt Licht in unser Leben - Every written line shines light in our life

Now I would remind you, brothers, of the gospel I preached to you, which you received, in which you stand, and by which you are being saved, if you hold fast to the word I preached to you.
1 Cor 15: 1-2

Geschwister, ich möchte euch an das Evangelium erinnern, das ich euch verkündet habe. Ihr habt diese Botschaft angenommen, sie ist die Grundlage eures Lebens geworden, und durch sie werdet ihr gerettet – vorausgesetzt, ihr lasst euch in keinem Punkt von dem abbringen, was ich euch verkündet habe.
1 Kor. 15, 1-2






















After all this time, I have made contact with my old Sunday School teacher from the time when I was in elementary school. When I contacted her out of the blue, she, of course, was more than surprised to hear from me after all these years. To hear from me gave her so much joy! She and her husband are getting on in age yet still live independently in their little apartment in my hometown. Ever since that first letter, we have kept contact by writing each other. Also, when I go and see my family, I will pay her a visit. What a surprise and joy it must be for anyone who once taught to hear from former students! I am so glad I went ahead and reached out. It absolutely made her day!

Each year for Christmas, I write a long letter to all of my family and friends near and far. When I sit down to write it, I don't really think of the younger generation that is connected already by other means to what we are up to. On the contrary, I have the older generation in mind - the people that don't use a computer, the ones without a cellphone. I very much think of these older folks that still happily write letters and receive them, the ones that keep contact via phone. Of course, I sent my old Sunday School teacher such a letter.
It didn't take long that I received an answer from her. Her writing gives me much food for thought.
She mentions a journey that she took in the year 1974 (that is a mere 45 years ago!) and follows it by saying: 'We mostly live by reminiscing about our past.'
I believe every word she says! In her life, photographs and old letters, newspaper clippings and pictures still have meaning. She resists the fast pace of life today.
Further I read in her letter:
'Every phone call, every visit, every written line shines light in our life. '
Her words confirm my original intentions. Knowing this, I will continue to include this dear old lady in my writings and visits whenever I can. This is the least that I can do.
As a final observation, I see her Christian belief in every line of her writing.
'God our Lord may give you all a blessed Christmas and a healthy and happy New Year and much courage for living every day anew!'
There is an inner joy that shines through her writing, a joy that is contagious. This little old lady is very much content with her life even in her old age! She finds that God is a wonderful support and she wholly leans on Him. She knows her life is coming to an end. However, her approaching death does not worry her. She knows that death will unite her with Jesus in heaven - without any sorrow, without any back ache, without any feelings of loss or regret.
I am so very glad that I contacted my old Sunday School teacher after all these years! Our correspondence and my visits in her little place enrich us both!

Nach all den Jahren habe ich wieder Kontakt mit meiner alten Christenlehrerin, meiner Katechetin aus Grundschulzeiten. Als ich mich so unerwartet bei ihnen meldete, ueberraschte sie natuerlich mein Lebenszeichen aus dem Blauen. Sie freute sie riesig! Sie und ihr Mann sind inzwischen beide im hohen Alter und leben immer noch selbstaendig in ihrer Wohnung in meiner Heimatstadt. Seitdem halten wir Briefkontakt und ich besuche sie, wenn ich alle ein, zwei Jahre mal wieder zu Hause bin.
Was fuer eine Ueberraschung und Freude es fuer jeden Lehrenden sein muss, nach Jahren oder sogar Jahrzehnten von dem einen oder anderen mal wieder zu hoeren! Dieser Effekt ist mir tatsaechlich gelungen!
Jedes Jahr im Advent schreibe ich einen Jahresueberblick an meine Verwandtschaft, Familie und Freunde. Beim Schreiben habe ich aber keineswegs die junge Generation vor Augen, die sowieso durch verschiedene Kommunikationswege an unser Tun angeschlossen ist. Im Gegenteil, ich denke dabei besonders an die aeltere Generation, die fern jedes Computers, fern jedes Smartphones lebt. Ich denke an diese aelteren unter uns, die weiterhin froehlich Postbriefe schreiben und empfangen und viele Kontakte per Telefon aufrecht erhalten. Natuerlich schickte ich auch einen Brief an die Adresse meiner Katechetin.
Auf meinen diesjaehrigen Brief erhielt ich prompt Antwort. In ihren Zeilen finde ich einige Denkanstoesse.
Nachdem sie von einer Reise im Jahre 1974 (das ist satte 45 Jahre her!) erzaehlt, kommt dieser denkwuerdige Satz: "Wir zehren hauptsaechlich von der Vergangenheit."
Das glaube ich ihr wahrlich. Fotos und alte Briefe, Zeitungsausschnitte und Bilder haben in ihrem Leben noch Bedeutung. Sie widersteht der Schnelllebigkeit unserer heutigen Zeit.
Weiterhin schreibt sie:
"Jeder Anruf, jeder Besuch, jede liebe Zeile bringt Licht in unser Leben."
Ich fuehle mich durch ihre Worte in meinem Tun bestaerkt. Ich werde diese liebe alte Dame auch weiterhin mit Post versehen und besuchen, wenn ich kann. Das ist das Wenigste, was ich tun kann.
Ausserdem zeigt sich ihr Glaube aus jedem Satz ihres Briefes.
"Gott, unser Herr, schenke euch alles ein gesegnetes Christfest und ein gesundes, frohes Neues Jahr und viel Mut fuer das Leben alle Tage!"
Aus ihren Zeilen strahlt eine innere Freude, die ansteckend ist. Diese Dame ist zufrieden mit ihrem Leben - auch noch im hohen Alter. Sie hat den Herren als Stuetze und lehnt sich voller Gewissheit auf ihn. Ihr Leben geht dem Ende entgegen. Aber der nahe Tod bereitet ihr keine Sorgen, denn er verspricht ein Sein mit Jesus - ohne jede Sorge, ohne jede Rueckenschmerzen, ohne Verlust und ohne jedes Bedauern.
Was bin ich nicht froh, dass ich den Kontakt zu dieser liebenswerten alten Dame, meiner alten Katechetin, wieder aufgenommen habe! Unser Briefwechsel und meine Besuche in ihrer kleinen Stube bringen uns beide etwas - sie bereichern uns gegenseitig!